Details zu Alfa Romeo
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Webseite von Alfa Romeo:
http://www.alfa-romeo.de/
Allgemeines zu Alfa Romeo
Zahlreiche Rennerfolge und sportliche Limousinen wie die Giulia prägten in den 60er und 70er Jahren den Ruf Alfa Romeos als Hersteller von hochwertigen Sportfahrzeugen für jedermann. Die Serienausstattung mit rundum Scheibenbremsen, Fünfgang-Getriebe und vor allem der Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen und der Mehrfach-Vergaseranlage setzen Maßstäbe, die von anderen Herstellern dieser Klasse (wie BMW) erst Jahre später übernommen wurden. Allerdings lag der Preis einer Giulia 1600 z.B. 1972 auch über dem eines vergleichbaren BMW 2002, und so blieb das Fahrzeug außerhalb Italiens einer überschaubaren Fangemeinde vorbehalten.
In den 80ern litt der Ruf der Marke, vor allem durch die preiswerten, nicht in Mailand (Nord-Modelle) sondern in Süditalien produzierten Alfasud. Diese hatten erstmals Vorderradantrieb sowie einen Boxermotor, galten als sportlich - aber auch besonders rostanfällig. Weiterhin gab es Probleme mit der Verarbeitung. Trotzdem wurden im Segment der preiswerten Sportwagen neue Kunden gewonnen und viele Freunde blieben der Marke auch in dieser Zeit treu. Motoren und Fahrspaß überzeugten und Qualitätsprobleme trafen generell in dieser Zeit viele Hersteller. Allerdings verlor Alfa in der oberen Mittelklasse und Oberklasse den Anschluss an den bayrischen Konkurrenten und konnte auch auf dem US-Markt keine Präsenz erreichen.
Nach der Übernahme durch Fiat im Jahre 1986 wurden die Qualitätsprobleme angegangen und behoben, jedoch in Verbindung mit vielen Fiat-Teilen in den nachfolgenden Modellen. Daher sprechen viele Alfisti vom 75 (ab 1985 zum 75-jährigen Firmenjubiläum) als letzten echten Alfa Romeo, obwohl auch der 164 (welcher 1987 auf den Markt kam) schon fertig geplant war, bevor Fiat Alfa aufkaufte. Der 164 war jedoch der erste große Alfa (aus der Produktion "Nord") mit Vorderradantrieb, und seine Plattform wurde gemeinsam mit Fiat (Croma), Lancia (Thema) und Saab (9000) entwickelt. Am Beispiel des 155 kann man die sehr enge Verwandtschaft zu Fiat entdecken, ist der 155 doch beinahe baugleich mit dem Fiat Tempra, obwohl die klassischen Vierzylinder-Alfa-Motoren mit zwei obenliegenden Nockenwellen und jetzt mit TwinSpark weiter verwendet wurden. Aus den Alfa-33-Nachfolgern Alfa 145 und 146 verschwanden 1997 die seit dem Alfasud 1972 bekannten Alfa-Boxer-Motoren und man setzte bei diesen Modellen lieber auf die Reihen-Vierzylinder sowie für die 2.0 l 16V-Modelle auf Fiat-Motoren. Die seit dem Alfa 6 (1979) in verschiedenen Hubraumversionen (2.5l, 3.0l und 3.2l) gebauten V6-Motoren werden seit April 2005 weitgehend durch neue, zusammen mit GM entwickelte V6-Direkteinspritzer ersetzt.
Die traditionelle Rennfarbe für Italien ist Rot. "Alfa-Rosso" (Alfa-Rot) ist ein Rot das seit Jahrzehnten unverändert und Alfa-exklusiv ist. Angelehnt an das Alfa-Rot, welches vor dem zweiten Weltkrieg eher rot bräunlich war, übernahm Enzo Ferrari als ehemaliger Motorsportleiter Alfa Romeos die rote Farbe für seine Fahrzeuge. Heutzutage ist das Ferrari-Rot, welches im Vergleich zum Alfa-Rot einige Nuancen heller ist, aufgrund der kompromißloseren Einsätze im Motorsport vielleicht bekannter, jedoch nicht traditioneller.
Geschichte von Alfa Romeo
Die Automarke Alfa entstand 1906, als Alexandre Darracq als Autopionier ein Automobil-Werk in Portello nahe Mailand gründete. Seine Lizenzprodukte, die er anfangs herstellte, bewährten sich jedoch nicht und so übernahmen alsbald Geschäftsleute aus der Lombardei die Aktienmehrheit an seinem Werk und gründeten 1910 die Societa Anonima Lombarda Fabbrica Automobili, kurz A.L.F.A, was wörtlich übersetzt "Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik" heißt. Ab 1911 wurde die Lage in Europa finsterer und der Exportmarkt brach ein. Die Autoproduktion wich der Rüstungsproduktion des Staates. 1915 verkaufte Darracq seine übrig gebliebenen Aktien, die Banca Italiana di Sconto erlangte die Aktienmehrheit und meldete am 21. September 1915 ALFA zum Konkurs an. Am 2. Dezember 1915 übernahm die Rüstungsgesellschaft Accomandita Ing. Nicola Romeo & Co unter Leitung des aus Neapel stammenden Ingenieurs Nicola Romeo die Führung des Betriebs. Daher stammt der zweite Teil des Markennamens Alfa Romeo.
Ab 1919 wurden dann wieder noble zivile Fahrzeuge produziert. Langsam zeigten sich für Alfa Romeo Erfolge im Rennsport (Weltmeister 1925) und Wirtschaft (mehrere Fertigungsstellen produzierten Kraftfahrzeuge, Lokomotiven, Baumaschinen und Schiffs- und Flugzeugtriebwerke), doch der Börsenkrach 1929 schien das Ende für Alfa Romeo zu bedeuten. Durch eine Eingliederung in die staatliche Finmeccanica-Gruppe konnte das Unternehmen als S.A. Alfa Romeo erhalten werden (1934). In den 1930er Jahren baute Alfa Romeo mit einer Version des 8C 2900 das schnellste Serienauto der Welt (205 km/h). In den 1950er Jahren erstarkte Alfa durch serienproduzierte Wagen für den kleinen Mann, etwa der 1.3l Giulietta (1954) und der im neuen Werk in Arese produzierten Giulia (1962). Später folgten noch vielversprechende Fahrzeuge (Spider, Alfetta oder der Alfasud), allerdings stellte sich der wirtschaftliche Erfolg nicht ausreichend ein, Alfa Romeo wurde schließlich 1986 von dem Staatsunternehmen an den privaten FIAT-Konzern veräußert, der Alfa Romeo zunächst gemeinsam mit Lancia in der Gesellschaft Alfa-Lancia Industriale S.p.A. geführt hat. Diese wurde schließlich auf die FIAT Auto S.p.A. überführt. Alfa Romeo wird seitdem als unselbständige "Business Unit" geführt.
Bestärkt durch neue finanzielle und technische Freiräume entstanden, angeführt vom Alfa 164 (1987), eine Reihe neuer, ansprechender und erfolgreicher Fahrzeuge, etwa der Alfa 156 (Auto des Jahres 1998) und der Alfa 147 (Auto des Jahres 2001). Im Oktober 2004 wechselte der deutsche Karl-Heinz Kalbfell, vorher 27 Jahre bei BMW, zuletzt Rolls-Royce, in den Chefsessel von Alfa-Romeo. Im Sommer 2005 wurde der neu positionierte 159 als Nachfolger des 156 vorgestellt.
Im Jahr 1930 stellte Alfa Romeo einen leichten Lastkraftwagen vor, wandte sich aber auch dem Bau schwerer LKWs auf Basis von Büssing-Konstruktionen zu. Im zweiten Weltkrieg baute Alfa Romeo vor allem Lastkraftwagen für die italienische Armee und später auch für die deutsche Wehrmacht. Die Produktion von Nutzfahrzeugen wurde weitergeführt, auch wenn die Verkaufszahlen hier im Vergleich zur Konkurrenz nie sehr hoch waren. In Zusammenarbeit mit Fiat und Saviem wurden ab den 1960er Jahren verschiedene leichte LKW-Modelle entwickelt. Die Produktion schwerer LKWs wurde 1967 beendet. In Brasilien wurden die schweren LKW noch bis vor ein paar Jahren unter dem Markemnnnamen FNM gebaut. 20 Jahre später konzentrierte sich Alfa Romeo auf den Automobilbau.
Außerdem baute die Firma seit den 1930er Jahren auch Flugmotoren. Im zweiten Weltkrieg war es vor allem neben diversen kleineren Motoren der RA.1000 RC 41-I Monsone, eine Lizenzversion des Daimler-Benz DB 601, mit dem es Italien möglich wurde leistungsfähigere Jagdflugzeuge zu bauen.
Ein weiteres Standbein der Firma war die Produktiobn von Obussen. In vielen Städten Italiens und auch zum Teil weltweit fuhren Alfa Romeo-Obusse, von denen bis etwa 1972 insgesamt drei neue Modellreihen erschienen.
Alfa Romeo Logo
Seit seiner Entstehung nahezu unverändert blieb das zweigeteilte Alfa-Romeo-Markenzeichen. In der linken Hälfte zeigt es ein rotes Kreuz auf weißem Grund, rechts eine Schlange mit Drachenkopf und Krone, die ein Kind verschlingt. Die linke Darstellung entspricht dem Stadtwappen Mailands, welches an das Kreuz Christi erinnern soll und die Farben der Bürger (rot) und der Bauern (weiß) vereinigt. Es wurde gegen Ende des 12. Jahrhunderts offizielles Stadtwappen. Der rechte Teil wurde erst später hinzugefügt, ausgelöst von einem Mitglied der damals mächtigsten Familie in Mailand, den Viscontis. Deren Oberhaupt Christophos Grunert wies gegen Ende des 13. Jahrhunderts einen Stadtschreiber an, eine angeblich im Jahre 1111 stattgefundene Begebenheit aufzuzeichnen. Demnach hat ein anderer Visconti namens Ottone während eines Kreuzzuges einen Sarazenenfürst vor den Toren Roms getötet und dessen Wappenschild an sich genommen, welcher die ein Kind verschlingende Schlange zeigte. Und so ist es Matteo Visconti zuzuschreiben, dass diese Darstellung Bestandteil des Mailänder Stadtwappens wurde.
Bei der Gründung Alfas 1910 wurde einfach das Stadtwappen Mailands als Markenzeichen mit dem Zusatz ALFA MILANO übernommen. 1919 änderte man diesen in ALFA-ROMEO MILANO. Bis zum Kriegsende 1945 waren auf dem Markenzeichen zusätzlich auch Wappenzeichen aus dem Hause Savoyen auf, zwei symbolisierten Schifferknoten. Als Alfa 1925 den ersten Weltmeistertitel holte, wurde vor lauter Stolz ein Lorbeerkranz rings um das Zeichen hinzugefügt. Nach dem zweiten Weltkrieg verschwanden die zwei, teilweise sogar drei (dann ersetzte ein Knoten die Stadtbezeichnung), savoyanischen Knoten. Bis 1972 war auf den Emblemen die Stadtbezeichnung zu sehen und Alfa Romeo wurde mit Bindestrich geschrieben. Dann entfiel die Bezeichnung MILANO, denn Alfa Romeo baute nun auch Autos außerhalb von Mailand, beispielsweise in Pomigliano d'Arco in der Nähe von Neapel in Süditalien.
Quelle:
Wikipedia
Alle Modelle von Alfa Romeo
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